Spezialkompetenz Gefäßmedizin

Spezialisten für Gefäßerkrankungen

In der Regel kommen Patienten zu uns, die bereits bei ihrem Haus- oder Facharzt vorstellig geworden sind. Mit Mirko Barone verfügt das MVZ über einen Arzt mit einer umfassenden Spezialausbildung und Erfahrung im Bereich der Gefäßmedizin. Wir können daher erweiterte diagnostische Möglichkeiten und Therapieempfehlungen anbieten, die Ihnen Herr Barone in seiner Spezialsprechstunde ausführlich erläutert. Sofern dies nötig ist, besteht die Möglichkeit hier vor Ort in unserem OP-Zentrum Oberland, zum Beispiel im Bereich der Venenchirurgie, operative Behandlungen bei Krampfadern durchzuführen oder auch Ports anzulegen.
Ist ein stationärer Eingriff erforderlich, ist das Krankenhaus Agatharied die richtige Adresse. Ein interdisziplinäres Gesfäßboard aus Spezialisten der Gefäßchirurgie, Neurologie, Radiologie sowie Kardiologie bespricht gemeinsam den jeweils optimalen Behandlungsweg.

Klassische Krankheitsbilder und Behandlungsangebot

Verengung der Halsschlagader

Eine Verengung der Halsschlagader (Carotisstenose) entsteht im Rahmen der allgemeinen Arteriosklerose, also der Verkalkung der Arterien. Die Carotisstenose ist Ursache für etwa 20 Prozent aller Schlaganfälle. Kalkablagerungen in den Halsschlagadern gehen oftmals mit Verkalkungen der Herzkranzgefäße einher. Von daher besteht neben dem Risiko einen Schlaganfall zu erleiden auch das zusätzliche Risiko für einen Herzinfarkt. 

Je nach Grad der Verengung kann medikamentös oder operativ therapiert werden. Patienten mit Carotisstenosen sollten regelmäßige Ultraschalluntersuchungen durchführen lassen.

Erweiterung der Brust- oder Bauchschlagader

5 Prozent der Männer über 65 Jahre haben eine Erweiterung der Hauptschlagader (Aorten-Aneurysma), welche überwacht werden sollte. Sowohl die Brustschlagader als auch die Bauchschlagader kann betroffen sein. Bei einem Prozent der Patienten ist eine umgehende Behandlung notwendig. Frauen sind seltener betroffen.

Dank der zunehmenden Spezialisierung und weiterentwickelten technischen Möglichkeiten, lassen sich viele Aneurysmen der Brust- und Bauchschlagader sehr schonend, endovaskulär über Kathetersysteme durch die Leistenarterien ausschalten, ohne den Brustkorb oder den Bauchraum zu eröffnen.

Verengung der Becken- und Beinschlagadern

In Deutschland leiden etwa 4,5 Millionen Menschen an der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK), im Volksmund Schaufensterkrankheit genannt. Hervorgerufen wird diese durch die Verkalkung der Becken- oder Beinarterien. Etwa 15 bis 20 Prozent der deutschen Bevölkerung über 70 Jahre sind betroffen, Männer häufiger als Frauen. Leider werden die Symptome, wie unklare Schmerzen beim Gehen, erst spät erkannt. Da die Arterienverkalkung den gesamten Körper betrifft, kann sie unbehandelt zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt führen.

Krampfadern-Therapie

Eine Krampfader (Varikose) ist eine erweiterte, geschlängelte, oberflächliche Vene, deren Venenklappen in ihrer Funktion gestört sind. Krampfadern sind vor allem bei Frauen sehr häufig. Gut 70 Prozent der Erwachsenen haben kleinere Krampfadern, knapp 30 Prozent haben stärkere Krampfadern. Beschwerden (schwere Beine, Schwellungen, Venenentzündungen, oberflächliche, z.T. auch tiefere Thrombosen, offene Beine) treten oftmals erst im fortgeschrittenen Stadium auf. Um diesen Beschwerden vorzubeugen ist eine rechtzeitige Untersuchung und ggf. Behandlung anzuraten.

Anlage von Dialyse-Shunts

Falls die eigenen Nieren ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen können, ist eine Nierenersatztherapie durch eine Dialyse (Blutwäsche) möglich. Weltweit werden ca. 1,5 Million Menschen dialysiert, in Deutschland sind es ca. 70.000 Menschen. Hierzu ist die Anlage eines sog. Dialyseshunts notwendig. Der Eingriff kann ambulant hier im Haus erfolgen, im OP-Zentrum Oberland.

Anlage von Port-Systemen

Die Anlage eines Portsystems kann in bestimmten Lebenssituationen erforderlich sein. Sei es zur speziellen Flüssigkeits- oder Kalorienzufuhr (Infusionstherapie) oder zur besonderen Medikamentengabe (Chemotherapie). Gemeinsam mit den behandelnden Ärzten klären wir die Notwendigkeit zur Anlage eines Portsystems. Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung. Unsere Ärzte können die Anlage hier im OP-Zentrum Oberland durchführen.